Wie ein eigensinniger Mauersegler überwinterte (056)

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Es ist erst richtig Sommer wenn über die Stadt Mauersegler schwirrend entlang streichen. Für diesen ganz besonderen Sommervogel sind unsere Winter zu kalt. Massenhaft ziehen sie anfang August nach südlich Afrika. Durch die Aufwärmung der Erde sind die Winter wärmer. Pflanzen und Tiere aus südlicheren Gebieten lassen sich in den Niederlanden nieder und überleben die Winterkälte. Ein eigensinniger Mauersegler dachte sich er konnte auch wohl bleiben und schloss sich nicht seinen fortziehenden Artgenossen an. Wie dies endete liest man in dieser gegenwärtigen, typisch englischen Erzählung.

Als die Erde aufwärmte durch das egoïstische , grobe Verhalten von dummen Menschen gab es mal ein eigensinniger Mauersegler der sich nicht den grossen Traditionen seiner Sorte anpassen wollte. Er hatte keine Lust auf die lange, gefährliche Fahrt nach südlich Afrika. Während des grossen Zuges in August entschloss er sich nicht mit zu fliegen. “Das Klima hat sich geändert. In den heutigen warmen Wintern ist reichlich zu essen da.” So sprach er zu seinen Freunden die ihn davon versuchten zu überzeugen von seinen irrsinnigen Plan ab su sehen. “Die Insekten brauchen sich nicht in ihren Höhlen vor der Kälte zu verstecken. Ich bleibe hier und und du wirst sehen dass ich Recht habe.”
Am kurzten Tag des Jahres in Dezember flog der zierliche schwarze Vogel zufrieden rund in unserem Land. Er hatte Recht bekommen. Mitten im Winter war es angenehm verweilen und es gab reichlich Nahrung.

Als die Tage in Januar sich längten, näherten kalte Schneestürmen. Er sah seinen Fehler ein und zog nachträglich südwärts. Zu spät. Hoch in der Luft bildete sich schon schnell Eis an seinen Flügeln und er purzelte halb erfroren auf einen Bauernhof.
Nach einer Weile kam eine Kuh vorbei die genau auf den erfrorenen Vogel einen Fladen fallen liess. Der Segler dachte dass dieser Fladen sein definitives Ende bedeuten würde. Aber es geschah ein Wunder und seine erfrorene Flügel tauten auf.
Der Segler wärmte auf, fühlte sich glücklich und fing an erleichtert zu piepsen. Gerade an diesem Moment kam eine Katze vorbei, die ihn hörte. Sie forschte den piepsenden Haufen. Die Katze kratzte den Dünger weg, enteckte ein leckeres Häppchen und frass den Vogel auf, was das Ende des eigensinnigen Seglers bedeutete.

Die Moral dieser Geschichte lautet:

  • Jemand der dich in die Scheisse bringt, ist nicht unbedingt dein Feind
  • Jemand der dich aus der Scheisse holt, ist nicht unbedingt dein Freund
  • Wenn du warm und glücklich bist, schweige!

 

Kennst du den Unterschied zwischen eine Felslandschaft und eine Stadt aus Stein? Mauersegler nicht. Ursprünglich nisten sie in den Felsen. Für sie ist die Stadt aus Stein eine Felslandschaft. Er ist ein richtiger Stadtbewohner geworden. Er brütet in den Spalten und Höhlen von Gebäuden aus Stein.

In vielerlei Hinsicht ist der Mauersegler ein ganz besonderer Vogel, ein Tierchen von grossen Zahlen. Er ist 15 Zentimeter lang und hat eine Spitzengeschwindigkeit von 200 Km pro Stunde. 24 Stunden pro Tag lebt er in der Luft; er schläft, frisst und trinkt dort, sammelt das Nestmaterial und paart sich fliegend. Er schläft auf 3 bis 4 Kilomteter Höhe, schwebend auf der Thermik. Nur um zu brüten sitzt er in einem Nest. Er hat rudimentäre Pfoten mit 4 nach vorn gerichtete Zähen mit scharfen Nägeln um sich an Dachrändern fest zu klemmen. Während der Nestsaison frisst eine  Mauerseglerfamilie bis zu 20000 Insekten am Tag! Diese Vögel sind nur 3 Monate in unserem Land, von Ende April bis Anfang August, nur um ein Nest zu erziehen. Als einer der ersten Zugvögel fangen sie Anfang August mit ihrer 7000 Km langen Reise südlich der Sahara an. Nur in der Brutsaison schwirrt er, in Afrika macht er keinen Pieps.

Weil immer mehr ältere Häuser verschwinden, nimmt die Brutsaison ab. Wollen sie mehr von den Möglichkeiten wissen, wie man in Ihrer Wohnumgebung Nestgelegenheit schaffen kann für den Mauersegler schauen Sie bitte nach auf www.gierzwaluwbescherming.nl

 

© Els Baars, Natuurverhalen.nl